«Mut» lautete das Motto von Kirchen und Kanton Luzern zum diesjährigen Bettag. Ausdruck davon sind die Bäume, welche die drei Landeskirchen heute aus Anlass ihres 50-Jahre-Jubiläums an sechs Orten pflanzten. Mut machten die Kirchen an diesem Sonntag auch dazu, für die Sorgen und Nöte der Menschen einzustehen.

Medienmitteilung vom 19. September 2021

Ein Apfelbaum in Kriens und Willisau, ein Nussbaum in Wolhusen, eine Kastanie in Hochdorf, eine Hopfenbuche in Sursee und eine Eiche in Luzern: Diese sechs Bäume bilden seit heute Sonntag «ein neues Lebens-Netzwerk im Kanton Luzern», wie es der reformierte Pfarrer Peter Willi an der ökumenischen Feier in Kriens ausdrückte. Die Aktion war der Ersatz für die schon 2020 in Willisau geplante grosse Feier zum Bettag, welche die drei Landeskirchen auch in ihrem zweiten Jubiläumsjahr wegen der Pandemie nicht durchführen konnten. Dafür luden sie heute die Bevölkerung zu sechs kleineren Feiern in alle Regionen des Kantons ein und pflanzten an deren Rand einen Baum. Das passte zum diesjährigen Bettagsthema «Mut» von Kirchen und Kanton.

Die Bäume stehen für jedes der fünf Jubiläums-Jahrzehnte der Landeskirchen und das angebrochene sechste Jahrzehnt. Die Äpfel, die an die Teilnehmenden der Feiern verschenkt wurden, sind die Ernte derjenigen Bäume, die Generationen vor uns gepflanzt hatten. Auf der Tafel, die bei jedem Baum an das Jubiläum erinnert, heisst es: «Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben» – ein Satz aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser.

Für die Wahrheit einstehen

Vom Mut, den es mitunter dazu braucht, ist schon in der Bibel die Rede. Das Markus-Evangelium erzählt vom blinden Bartimäus, den Jesus zu sich bittet und zu dem die Umstehenden sagen: «Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.» Für den reformierten Pfarrer Uwe Tatjes etwa, der die Feier in Willisau mit seinem katholischen Kollegen Andreas Wissmiller gestaltete, heisst das heute, «Kirche auf Augenhöhe» zu sein, eine Kirche, die neugierig ist, die ihre Umgebung wahrnimmt und versteht, was die Menschen bewegt». Manchmal sei sie aber «blind für die Zeichen der Zeit und Sorgen und Nöte der Menschen», meinte Tatjes selbstkritisch.

Der katholische Pfarrer von Hochdorf, Roland Häfliger, knüpfte hier an und sprach von «Demut» als einer Haltung, die Wirklichkeit zu sehen, «wie sie ist», hinzuhören und abzuwägen. Mut sei dann lebensfördernd, wenn er «mit Wahrheit und Weisheit» einhergehe, und heisse nicht, alles mitzumachen, ohne zu hinterfragen. «Gib uns Weisheit, gib uns Mut, für die Wahrheit einzustehen und die Not um uns zu sehen», heisst es in einem Lied, das in mehreren Feiern gesungen wurde.

Kirche kommt an

Das 50-Jahre-Jubiläum der Landeskirchen von 2020 stand unter dem Motto «Kirche kommt an». Die Corona-Pandemie führte zu Absagen und Programmänderungen, weshalb es dieses Jahr mit einem «+1» weiterging. Die Website www.kirche-kommt-an.ch erzählt die in den gut anderthalb Jahren entstandenen Geschichten von Menschen, bei denen die Kirche angekommen ist, und den Plänen, die trotz der Pandemie umgesetzt werden konnten. Unter anderem zeigen Kurzfilme, was die Kirche im Leben von Menschen und für Organisationen bedeutet.

Die heutigen Bettagsfeiern haben das Jubiläum nach aussen abgeschlossen. Nach innen pflegen die drei Landeskirchen ihre ökumenische Zusammenarbeit weiter. Das nächste Mal wird dies im gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst auf Tele 1 am 25. Dezember zum Ausdruck kommen.

Grussworte überbracht
Vertreterinnen und Vertreter der Landeskirchen überbrachten an allen sechs Orten Grussworte. «Wir blicken inzwischen auf 51 Jahre Errungenschaften unserer Landeskirchen zurück», sagte Lilian Bachmann, Synodalratspräsident der reformierten Landeskirche in der Hofkirche in Luzern. Dazu gehörten etwa dieSeelsorge für Menschen mit einer Behinderung, in Spitälern, in Kliniken, in Strafanstalten, Alterszentren oder auf Palliativstationen, die Ehe- und Lebensberatung, Sozialberatung, Gassenarbeit, Notfallseelsorge oder die Ausbildungen von Katechetinnen und Katecheten. Gemeinsam mit den staatlichen und nicht-staatlichen Partnern erfüllten die Kirchen «wichtige Aufgaben unserer Gesellschaft», sagte Bachmann. Ihre katholische Kollegin Renata Asal-Steger bezeichnte die sechs Bäume als «Zeichen des Lebensmutes und der Zuversicht – für uns heute und für die Menschen, die nach uns kommen». – «Wann immer ein Baum gepflanzt wird, ist dies ein Zeichen des Vertrauens, des Vertrauens in die Zukunft», fasste Esther Albert, Präsidentin christkatholische Kirchgemeinde Luzern, in Sursee zusammen.

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Bilder in Druckauflösung

Die Bilder zur Baumpflanz-Aktiom zum Bettag können hier in Druckauflösung herunterladen werden. Die Namen der Fotografinnen und Fotografen finden sich in den Bildlegenden im Beitrag.

Nach längerer Sendepause kommt nun der dritte Film der Serie «Kirche kommt an» heraus. Mit bewegenden Bildern aus dem KaLa 2020+ in Rotkreuz zeigt er, welch tolles Erlebnis ein Sommerlager sein kann und warum es das auch weiterhin braucht.


Der Filmemacher Jonas Blaser von gangoluege, einst selbst aktiver Jungwächtler, ging für uns auf die Bilderpirsch im KaLa 2020+. Denn so ein bisschen Lagerfeeling nimmt er auch heute noch gern mit. Oder eben mit seiner Kamera auf. Er hat die Jungwacht Meggen vom Morgenturnen bis zum abendlichen Lagefeuer begleitet.

Dreharbeiten auf dem Lagerplatz der Jungwacht Meggen in Rotkreuz. Auch Co-KaLa-Präsidentin Anja Amrein sitzt im Boot. | © 2021 Fleur Budry

Mit dem Slogan «Kirche kommt an» anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums der Landeskirchen im Kanton Luzern wollen wir zeigen, wo Kirche überall drinsteckt. Stets mit dabei: das Jubiläumsboot, das die vergangenen Monate viel umhergereist ist. Es passe denn auch gut ins KaLa, «weil wir immer auch ein bisschen die gleichen Wellen reiten», meint Anja Amrein vom Co-Präsidium. Sie erklärt im Film auch, dass die Jubla finanziell auf drei Pfeilern steht. Und dass die Kirche einer davon ist. Ansonsten gehts im Film aber vor allem ums Erleben. «Wenn es die Jubla nicht gäbe, wäre man nie draussen. Also man wäre schon draussen, aber hätte nicht so viel Spass mit Anderen», kommt Nando von der Gruppe Kobra gleich zu Beginn zu Wort. Und egal ob Jubla oder Pfadi, nach dem Sommerlager ist vor dem Sommerlager – dass diese zwei Wochen sowohl für die Kinder als auch für die Lagerleitung ein besonderes Erlebnis sind, kommt mit den bewegenden Bildern von Jonas Blaser rüber. Wer selbst schon mal im Sommerlager war, wird nach dem Film wieder einmal den Geruch von sonnengetränkten Zeltplachen in der Nase haben. (Wir waren nämlich in der zweiten Woche dort. Hoi Sonne, tschau Räge.)

Fleur Budry

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Die geplante grosse Feier zum Bettag können die drei Landeskirchen auch in ihrem zweiten Jubiläumsjahr nicht durchführen. Dafür laden sie am 19. September die Bevölkerung zu sechs kleineren Feiern in alle Regionen des Kantons ein und pflanzen dort einen Baum. Das passt zum diesjährigen Bettagsthema Mut.

Medienmitteilung vom 6. September 2021

Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag findet jeweils am dritten Sonntag im September statt. Die katholische, reformierte und christkatholische Kirche wollten vergangenes Jahr an diesem Tag aus Anlass des Jubiläums «50 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern» eine öffentliche Feier in Willisau durchführen, die sie wegen der Pandemie aber absagen und verschieben mussten. Die Corona-Bestimmungen liessen es allerdings auch dieses Jahr nicht zu, ein Fest dieses Umfangs zu planen. Deshalb laden die Kirchen stattdessen zu sechs kleineren ökumenischen Feiern ein, die an verschiedenen Orten im Kanton stattfinden – in Luzern, Kriens, Wolhusen, Willisau, Sursee und Hochdorf. Dort pflanzen sie je einen Baum.

Die Aktion passt zum Thema Mut, das Kirchen und Kanton dieses Jahr für die Plakataktion gewählt haben, mit der sie seit zwölf Jahren auf den Bettag hin jeweils gemeinsam an die Öffentlichkeit gelangen. Mut ist gefragt in dieser Zeit der Herausforderungen. Wie gehen die Menschen mit diesen um? Was empfinden sie als Zu-Mut-ung? Woraus schöpfen sie anderseits neuen Lebens-Mut? «Danke für Ihren Mut, Ihre Ausdauer und Ihre Zuversicht», heisst es dazu im Begleittext zum Plakat. Daran knüpfen die Landeskirchen an. Die sechs Bäume, die sie am Bettag pflanzen, sind ein Ausdruck dieser Zuversicht. Sie stehen für jedes der fünf Jubiläums-Jahrzehnte und das angebrochene sechste Jahrzehnt. Manche der Bäume werden später Früchte tragen. Die Äpfel, die an die Teilnehmenden der Feiern verschenkt werden, sind die Ernte derjenigen Bäume, die Generationen vor uns gepflanzt haben.

Schliesslich heisst es auf der Tafel, die bei jedem Baum an das Jubiläum erinnert: «Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleiben» – ein Satz aus dem Brief des Apostels Paulus an die Kolosser.

Kirche kommt an

Das 50-Jahre-Jubiläum der Landeskirchen, auf 2020 angesetzt, stand unter dem Motto «Kirche kommt an». Die Corona-Pandemie führte zu mancher Absage und Programmänderung, weshalb es dieses Jahr mit einem «+1» weitergeht. Die Website www.kirche-kommt-an.ch erzählt die in dieser Zeit entstandenen Geschichten von Menschen, bei denen die Kirche angekommen ist, und den Plänen, die trotz der Pandemie umgesetzt werden konnten. Unter anderem zeigen Kurzfilme, was die Kirche im Leben von Menschen und für Organisationen bedeutet.

Die Bettagsfeiern vom 19. September schliessen das Jubiläum nach aussen ab. Nach innen pflegen und verstärken die drei Landeskirchen ihre ökumenische Zusammenarbeit weiter. Das nächste Mal wird dies im gemeinsamen Weihnachtsgottesdienst auf Tele 1 am 25. Dezember zum Ausdruck kommen-

«Wir pflanzen einen Baum»: Die sechs ökumenischen Bettagsfeiern vom Sonntag, 19. September

Hochdorf10.30 Uhr, kath. Pfarrkirche, Hochdorf
Kriens10.00 Uhr, Mehrzweckhalle Krauer, Horwerstrasse 10, Kriens
Luzern10.00 Uhr, Kapellplatz, bei schlechtem Wetter in der Hofkirche, Luzern
Sursee10.30 Uhr, kath. Pfarrkirche, Sursee
Willisau09.30 Uhr Beginn mit Baumpflanzung vor der ref. Kirche
10.00 Uhr Gottesdienst in der kath. Pfarrkirche
Wolhusen10.30 Uhr, kath. Pfarrkirche, Wolhusen

Die Bevölkerung ist eingeladen, an einer dieser Feiern teilzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Zu beachten sind die dann geltenden Schutzmassnahmen.

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Die Kirche unterstützt junge Menschen. Zum Beispiel über Jungwacht Blauring und die Pfadi. «Mega froh» sind deren Leiterinnen und Leiter darum. Vereinnahmen lassen sie sich deswegen aber nicht. Gott und die Welt sind ihnen am Lagerfeuer näher als im Gottesdienst.

«Glauben leben» heisst einer der fünf Grundsätze im Leitbild von Jungwacht Blauring Schweiz. Damit sind allerdings nicht Lagergottesdienste gemeint – solche gibt es kaum mehr. «Sondern unser Alltag», sagt Elias Müller, Co-Präsident von Jungwacht Blauring Kanton Luzern. «Am Lagerfeuer sitzen und übers Leben reden, singen, etwas erleben und Erfahrungen teilen.» Glaube habe in der Jubla wie Pfadi wenig mit der Kirche als Einrichtung und traditionellen Feiern gemein. Wichtig ist er vielen Leiterinnen und Leitern in den Jugendverbänden gleichwohl. Etwa Pfadi-Kantonsleiter Simon Hofstetter. Seine damalige Abteilung sei eng mit der Pfarrei verbunden; er habe dadurch auch erfahren, «wie die Kirche funktioniert und was sie alles unterstützt».
Finanziell seien die beiden Verbände «mega froh» um die Kirche, sagt Hofstetter. Sie schätzten aber auch, dass in der Regel keine Bedingungen daran geknüpft seien. Die Kinder und Jugendlichen bekämen durch die Pfarreinähe ohnehin mit, «was die Kirche alles Cooles macht». Müller nickt. Kritik – «wenn zum Beispiel wieder etwas von Rom kommt» – könne er gut verstehen. «Ich sage dann aber jeweils: Kirche findet in erster Linie vor Ort statt. Wir dürfen auch anders denken.»

«Nicht exklusiv sein»

Anja Amrein pflichtet ihm bei. Die Co-Präsidentin des Jubla-Kantonslagers, das im Juli in Rotkreuz stattfindet, trifft man wie ihre Kollegen kaum im Sonntagsgottesdienst. «Mit den traditionellen Abläufen kann ich wenig anfangen», sagt sie. Herkömmliche konfessionelle Feiern seien in einem Jubla- oder Pfadilager ohnehin nicht mehr zeitgemäss: «Wir wollen nicht exklusiv sein gegenüber anderen Religionen.» Amrein fühlt sich allerdings im katholischen Glauben verwurzelt und ist von der Kirche Schweiz überzeugt: «Was das System Kirchensteuern anbelangt, stehe ich jedenfalls voll dahinter.»

Begeisterung und Verantwortung

Katholisch? Reformiert? Das spielt in der Jubla wie in der Pfadi keine Rolle (mehr). Zwar ist Jungwacht Blauring im katholisch geprägten Luzern stärker vertreten als die geschichtlich nicht konfessionsgebundene Pfadi. Was die beiden Verbände verbindet: Die Begeisterung für die «coole Truppe», wie es Elias Müller ausdrückt: «Das zieht einen einfach rein.» Anja Amrein gefällt der Teamgeist, der schnell aufkomme, auch wenn man sich noch gar nicht kenne, und Simon Hofstetter bekommt jetzt noch Hühnerhaut, wenn er sich an die 1000 Pfadikinder lange Polonaise im Kantonslager 2018 in Escholzmatt erinnert.

Dass sie viel Freizeit für Jubla und Pfadi hergeben, ist für die drei keine Frage. «Ich bin eben ein Lagerkind», sagt Anja Amrein, und erwähnt nebenbei, dass sie ein paar Tage vor dem Kantonslager noch ihre Masterarbeit abgeben müsse. Alltag auf der Stufe Leitung. Elias Müller schmunzelt: Es profitierten ja auch viele Kinder von diesem Einsatz. «Wir sehen, dass es sich lohnt, und das gibt uns auch viel zurück.»

Dominik Thali

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Eine sechsstellige Summe für Jubla und Pfadi

Luzern ist mit 76 Scharen und rund 7000 Mitgliedern der stärkste Jubla-Kanton. Der Pfadi-Kantonalverband zählt 33 Abteilungen und rund 3500 Mitglieder. Die katholische Landeskirche unterstützt die beiden Verbände mit insgesamt 104 000 Franken pro Jahr. Bei der reformierten Kantonalkirche fliessen jährlich rund 10 000 Franken in die Jugendarbeit. Zusätzlich erhalten viele Scharen und Abteilungen Beiträge von ihren Kirchgemeinden vor Ort. 

Weltweit sind nach Angaben der UNO über 70 Millionen Menschen auf der Flucht. Kinder und Jugendliche machen dabei mehr als die Hälfte aus. Auch im Kanton Luzern leben Menschen, für die die Schweiz zum Zufluchtsland wurde. Die Schicksale sind vielfältig. Die Luzerner Landeskirchen rufen anlässlich des Flüchtlingssonntags vom 20. Juni 2021 zur Solidarität auf.

Medienmitteilung vom 15. Juni 2021

Einige stehen noch im Asylverfahren. Andere haben als anerkannte Flüchtlinge oder als vorläufig Aufgenommene in unserem Kanton inzwischen ein neues Zuhause gefunden. Hinzu kommen Menschen, die als Sans-Papiers ohne geregelten Aufenthaltsstatus hier leben und arbeiten. Sie alle sind Teil der Luzerner Gesellschaft. In den vergangenen Jahren ermöglichte die «Aktionswoche Asyl» rund um den Weltflüchtlingstag, dass es im Sport, in der Kultur und weiteren Aktivitäten zu zusätzlichen Begegnungen zwischen der lokalen Bevölkerung und geflüchteten Menschen gekommen ist. Dabei ging es um das gegenseitige Verständnis – einander Fragen zu stellen, sich besser kennenzulernen und Ängste abzubauen. Der Kanton Luzern soll für Geflüchtete zu einer neuen Heimat werden. Denn: Solidarität kennt keine Grenzen.

Auswirkungen der Pandemie

Die weltweite Corona-Pandemie verschärft nicht nur die Situation vieler Menschen auf der Flucht massiv und teilweise lebensbedrohlich. Sie verunmöglicht leider, wie schon im Jahr 2020, auch die Aktionswoche Asyl. Begegnung, Austausch und Integration finden aber nicht nur in der Aktionswoche statt – sie passieren jeden Tag. An der Bushaltestelle, auf dem Spielplatz, an der Ladenkasse, im Treppenhaus, bei der Arbeit, in der Schule. Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche des Kantons Luzern rufen anlässlich des Flüchtlingssonntags und des Weltflüchtlingstags vom 20. Juni 2021 zu Solidarität und Mitgefühl bei diesen Gelegenheiten auf: im Kanton Luzern, in der Schweiz und weltweit (Originaltext hier).

Gemeinsames Engagement

Im Kanton Luzern engagieren sich täglich viele Menschen freiwillig, in Organisationen und seitens der Kirchen zusammen mit geflüchteten Menschen für die Gemeinschaft. Oft ist das leise und manchmal für viele unsichtbar. Am Flüchtlingssonntag bzw. dem Weltflüchtlingstag finden vielerorts Gottesdienste und weitere Aktivitäten wie «Solidarität kennt keine Grenzen vom 17. bis 27. Juni 2021» statt, um die Flucht und die Schicksale hörbar, sichtbar und erlebbar zu machen.      

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Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben dieses Jahr wiederum einen Oster-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 4. April aus – auch in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen. Insgesamt verfolgten rund 14’000 Zuschauende diesen Gottesdienst mit.

Medienmitteilung vom 21. April 2021

In den Pfarreien und Kirchgemeinden fanden Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen während Ostern nur mit bis zu 50 Personen statt. Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern haben mit dem ökumenischen Oster-Fernsehgottesdienst wiederum einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen geboten, welche nicht alle vor Ort teilnehmen wollten oder konnten bedingt durch die beschränkte Anzahl Plätze. Insgesamt haben rund 14’000 Zuschauende den Fernsehgottesdienst am Ostersonntag, 4. April 2021, zwischen 10 und 10.30 Uhr auf Tele1 und PilatusToday mitverfolgt. Zudem wurde dieser für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache übersetzt.

Kirche kommt an – 50+1 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten Aktivitäten abgesagt, verschoben und wie mit den Fernsehgottesdiensten neu umgesetzt werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben entschieden, das Jubiläum im Jahr 2021 um ein weiteres Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern und neu entsprechend der Lage zu gestalten.

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Vor Ort sind Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen bis auf Weiteres mit bis zu 50 Personen unter Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen möglich. Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern bieten ergänzend einen ökumenischen Oster-Fernsehgottesdienst an. Dieser wird am Sonntag, 4. April, um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt – mit Übersetzung in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen.

Medienmitteilung vom Donnerstag, 18. Februar 2021

Der Bundesrat hat gestern eine vorsichtige und schrittweise Öffnung ab dem 1. März vorgeschlagen. Weitere Öffnungsschritte sollen im Abstand von einem Monat erfolgen. In den Pfarreien und Kirchgemeinden finden Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aktuell mit bis zu 50 Personen statt, jedoch werden voraussichtlich am Ostersonntag nur eine beschränkte Anzahl Plätze zur Verfügung stehen, um die Auferstehung Jesu zu feiern. Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Oster-Fernsehgottesdienst wieder einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen, dieaufgrund der Corona-Lage nicht alle vor Ort teilnehmen können oder wollen.

Fernsehzugang via Tele1

Der 30-Minuten-Ostergottesdienst aus der Reformierten Kirche Reiden ist am Sonntag, 4. April, um 10 Uhr im Regionalfernsehen Tele1 zu sehen. Für schwerhörige und gehörlose Menschen wird der Gottesdienst in Gebärdensprache übersetzt. Der katholischen, der reformierten und der christkatholischen Landeskirche des Kantons Luzern ist der christliche Wert der gesellschaftlichen Inklusion und der Solidarität auch beim Fernsehgottesdienst ein zentrales Anliegen. Es wirken mit: Barbara Ingold (Pfarrerin Reformierte Kirchgemeinde Reiden und Umgebung), Edith Pfister (Katholische Pastoralraumleiterin Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal) und Adrian Suter (Pfarrer Christkatholische Kirchgemeinde Luzern). Walter Ziörjen (Organist) und Ruth Soland (Kantorin) begleiten den Fernsehgottesdienst musikalisch. In Gebärdensprache übersetzt Agnes Zwyssig (Gebärdensprachdolmetscherin).

Kirche kommt an – 50+1 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten die Aktivitäten wie mit den Fernsehgottesdiensten gemeinsam umgestaltet werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben entschieden, das Jubiläum im 2021 um ein weiteres Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern.

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Menschen mit einer Behinderung haben die gleichen Fragen ans Leben wie solche ohne. Die Mitarbeitenden der Behindertenseelsorge hören ihnen zu und suchen mit ihnen nach Antworten. Im zweiten Film der Reihe «Kirche kommt an» geben beide Seiten Einblick in ihren Alltag.

Es kann sein, dass jemand Behindertenseelsorger Bruno Hübscher fragt: «Welchen Sinn hat es, dass ich im Rollstuhl sitze?» Hübscher kennt die Antwort nicht. Aber er spürt, dass allein sein Zuhören gut tut. Mit ihm ist da jemand, der Zeit hat, der vielleicht eine Kerze anzündet, ein Gebet spricht. «In solchen Gesprächen kann ich meine Sorgen abladen. Danach geht es mir jeweils besser», sagt eine Bewohnerin der Wohngemeinschaft Fluematt in Dagmersellen. Einer anderen, Bernadette Baumli, geht es genau so: «Es tut gut, jemanden von aussen zu haben, mit dem man reden kann», sagt die 44-jährige. Baumli lebt seit gut drei Jahren in der Fluematt und spielt eine Hauptrolle im zweiten Kurzfilm, den die Landeskirchen im Rahmen ihres 50-Jahre-Jubiläums unter dem Titel «Kirche kommt an» drehen. Der erste entstand vor einem Jahr zur kirchlichen Gassenarbeit in Luzern, danach sorgte Corona für eine Drehpause.

«Miteinander Teilen, was das Leben ausmacht»

Der neue Film gibt anhand von Besuchen in der Fluematt und in der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL in Rathausen Einblick in einen der vielen Bereiche der Behindertenseelsorge. «Wir sind mit Menschen mit einer Behinderung spirituell unterwegs und gehen dorthin, wo ihr Leben stattfindet», sagt Yvonne Rihm. Die heilpädagogische Katechetin ist unter anderem oft in der Fluematt anzutreffen. Bruno Hübscher wiederum besucht allein etwa fünf Mal monatlich Einrichtungen der SSBL, teilt mit Bewohnerinnen und Bewohnern den Alltag, indem er sich zum Beispiel zu ihnen an den Tisch setzt. «Manche haben kaum jemanden, der sie besucht», stellt Hübscher fest, «und viele Bewohnerinnen und Bewohner erzählen uns gerne aus ihrem Leben». Für Rihm hat jeder Mensch «einen gesunden und heiligen Kern», wie sie es ausdrückt. Mit dieser spirituellen Grundhaltung «teilen wir miteinander, was das Leben lebenswert, aber auch, was es schwierig macht», sagt sie.

«Eindrückliche Erlebnisse» werden möglich

Glaubens- und Sinnfragen sprächen viele Bewohnerinnen und Bewohner von sich aus an, stellt Hübscher fest. Fragen zu Sterben und Tod vor allem, nach dem Woher und Wohin. Der Behindertenseelsorger gestaltet oft Abschiedsfeiern und Beerdigungen. Dabei ist er auch für das Personal da.

Dieses schätzt das Angebot: «Die Behindertenseelsorge hilft uns zum Beispiel, kirchliche Feiertage zu gestalten und ermöglicht so eindrückliche Erlebnisse», sagt René Petrak. Er leitet die Wohngruppe, in der Hans Georg Schwytzer, Rosmarie Bätscher und Reto Kronenberg leben, die im zweiten «Kirche kommt an»-Film mitmachen. «Die Bewohnerinnen und Bewohner schätzen die Behindertenseelsorge sehr», stellt Petrak fest. Die Möglichkeit, religiöse Themen zu besprechen oder sich einfach auszutauschen, sei gefragt. Wichtig sei zudem, dass die Frauen und Männer die Veranstaltungen selbst mit vorbereiten und gestalten könnten.

Sakramente Feiern und Bräuche pflegen

Die Behindertenseelsorge gibt es seit 47 Jahren. Sie ist zwar ein Angebot der katholischen Kirche, arbeitet aber ökumenisch. Die Präsenz in den Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung ist nur ein Teil der Aufgaben, und es geht dort auch nicht «nur» ums Zuhören. Die Behindertenseelsorge gestaltet zudem Erstkommunionfeiern und Firmungen, die Feiern und Bräuche im Kirchenjahr sind wichtig, es gibt Wochenenden und Ferienlager. Zum Team gehören neben Bruno Hübscher und Yvonne Rihm auch Heidi Bühlmann, Marlis Rinert und Pater Christian Lorenz, der sich vor allem um Hörbehinderte kümmert.

Dominik Thali

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Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben erstmals einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 25. Dezember 2020 aus – auch in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen. Insgesamt haben knapp 20’000 Zuschauende diesen Gottesdienst mitverfolgt.

Medienmitteilung vom 12. Januar 2021

In den Pfarreien und Kirchgemeinden konnten Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen nur noch mit bis zu 50 Personen stattfinden. Die drei Landeskirchen hatten bereits im Herbst entschieden, mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen zu schaffen, welche nicht vor Ort teilnehmen konnten oder wollten. Dies war ein grosses Bedürfnis, wie die Zahl der Zuschauenden zeigt: Insgesamt haben knapp 20’000 den Fernsehgottesdienst zwischen 10.00 und 10.30 Uhr auf Tele1 mitverfolgt. Zudem wurde dieser erstmals gleichzeitig für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache übersetzt, was zu vielen positiven Rückmeldungen geführt hat. Den Landeskirchen ist Inklusion wichtig – auch bei einem Fernsehgottesdienst.

Kirche kommt an – 50+1 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten Aktivitäten abgesagt, verschoben und wie mit den Fernsehgottesdiensten oder gemeinsamen Spendenaktionen neu geplant werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben deshalb entschieden, das Jubiläum im 2021 um ein weiteres Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern.

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Corona hat zentrale Bereiche der Gesellschaft, des Kulturlebens, der Politik, der Wirtschaft und der Kirchen hart getroffen. In der Schweiz sind schon über 6‘000 Menschen an und mit der Pandemie verstorben. Ihrer und ihrer Angehörigen gedenken die drei Landeskirchen des Kantons Luzern. Jetzt braucht es das Licht der Hoffnung.

Medienmitteilung vom 23. Dezember 2020

Viele Menschen trauern um verstorbene liebe Angehörige oder Freunde, sind selbst erkrankt oder sorgen sich um an Covid-Erkrankte. Neben der Gesundheit prägen existenzielle Sorgen, Ängste, Einsamkeit und Erschöpfung gegenwärtig die Weihnachtszeit. In diesen schwierigen und dunklen Tagen gedenken die katholische, die reformiere und die christkatholische Landeskirche der mittlerweile über 6‘000 in der Schweiz Verstorbenen. «Mit ihnen wollen wir uns verbinden, an sie wollen wir uns erinnern. Ihren Angehörigen lassen wir unsere aufrichtige Anteilnahme zukommen. Sie und ihr Leid sind nicht vergessen», sagt Renata Asal-Steger, römisch-katholische Synodalratspräsidentin.

Dank für Solidarität

«Danken möchten wir all den Menschen, die in dieser Zeit der Krise Solidarität gelebt haben mit Erkrankten, mit Trauernden und mit allen Leidtragenden dieser Pandemie: Wir danken den Mitarbeitenden in Spitälern, Alterszentren, Spitex-Organisationen, Betreuungsdiensten für ihren enormen Einsatz. Wir danken den Menschen in den Kirchgemeinden und Pfarreien, welche sich seelsorgerlich und solidarisch – gelebte Nähe trotz Distanz – engagiert und die auch unter Einschränkungen sichergestellt haben, dass Kirche trotzdem stattfindet», so Dr. Lilian Bachmann, evangelisch-reformierte Synodalratspräsidentin. «Und nicht zuletzt danken wir den Behörden, Freiwilligen und jeder einzelnen Person, die sich solidarisch dafür eingesetzt hat, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und dessen Auswirkungen aufzufangen», schliesst Esther Albert, Präsidentin christkatholische Kirchgemeinde Luzern, ab.

Licht der Hoffnung

Das Licht der Hoffnung, das in diesem besonders dunklen Jahr heller denn je strahlt, möge allen einsamen, erkrankten, sorgenden, trauernden und verunsicherten Menschen die Kraft, den Trost und auch die Zuversicht geben, die alle brauchen. Am Freitag, 25. Dezember 2020, um 10 Uhr zünden die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Weihnachts-Fernsehgottesdienst auf Tele1 gemeinsam Kerzen an und bringen Licht in die dunkle Zeit. In diesem Sinn wünschen die Landeskirchen zu Weihnachten Gottes Licht der Hoffnung und seinen Segen.

Begleitet von Brief an die Weihnachtsgemeinde

Die Landeskirchen richten sich mit ihrem Gedenken und ihrem Dank in der Form eines offenen Briefs an die gesamte Weihnachtsgemeinde . Das Bild steht symbolisch für die Worte des Prophets Jesaja, welcher die Geburt des Messias angekündigt hat, als neue Hoffnung für ein unterdrücktes Volk:

«Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.»

Jesaja 9,1

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