Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben dieses Jahr wiederum einen Oster-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 4. April aus – auch in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen. Insgesamt verfolgten rund 14’000 Zuschauende diesen Gottesdienst mit.

Medienmitteilung vom 21. April 2021

In den Pfarreien und Kirchgemeinden fanden Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen während Ostern nur mit bis zu 50 Personen statt. Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern haben mit dem ökumenischen Oster-Fernsehgottesdienst wiederum einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen geboten, welche nicht alle vor Ort teilnehmen wollten oder konnten bedingt durch die beschränkte Anzahl Plätze. Insgesamt haben rund 14’000 Zuschauende den Fernsehgottesdienst am Ostersonntag, 4. April 2021, zwischen 10 und 10.30 Uhr auf Tele1 und PilatusToday mitverfolgt. Zudem wurde dieser für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache übersetzt.

Kirche kommt an – 50+1 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten Aktivitäten abgesagt, verschoben und wie mit den Fernsehgottesdiensten neu umgesetzt werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben entschieden, das Jubiläum im Jahr 2021 um ein weiteres Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern und neu entsprechend der Lage zu gestalten.

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Vor Ort sind Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen bis auf Weiteres mit bis zu 50 Personen unter Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen möglich. Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern bieten ergänzend einen ökumenischen Oster-Fernsehgottesdienst an. Dieser wird am Sonntag, 4. April, um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt – mit Übersetzung in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen.

Medienmitteilung vom Donnerstag, 18. Februar 2021

Der Bundesrat hat gestern eine vorsichtige und schrittweise Öffnung ab dem 1. März vorgeschlagen. Weitere Öffnungsschritte sollen im Abstand von einem Monat erfolgen. In den Pfarreien und Kirchgemeinden finden Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aktuell mit bis zu 50 Personen statt, jedoch werden voraussichtlich am Ostersonntag nur eine beschränkte Anzahl Plätze zur Verfügung stehen, um die Auferstehung Jesu zu feiern. Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Oster-Fernsehgottesdienst wieder einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen, dieaufgrund der Corona-Lage nicht alle vor Ort teilnehmen können oder wollen.

Fernsehzugang via Tele1

Der 30-Minuten-Ostergottesdienst aus der Reformierten Kirche Reiden ist am Sonntag, 4. April, um 10 Uhr im Regionalfernsehen Tele1 zu sehen. Für schwerhörige und gehörlose Menschen wird der Gottesdienst in Gebärdensprache übersetzt. Der katholischen, der reformierten und der christkatholischen Landeskirche des Kantons Luzern ist der christliche Wert der gesellschaftlichen Inklusion und der Solidarität auch beim Fernsehgottesdienst ein zentrales Anliegen. Es wirken mit: Barbara Ingold (Pfarrerin Reformierte Kirchgemeinde Reiden und Umgebung), Edith Pfister (Katholische Pastoralraumleiterin Pfaffnerntal-Rottal-Wiggertal) und Adrian Suter (Pfarrer Christkatholische Kirchgemeinde Luzern). Walter Ziörjen (Organist) und Ruth Soland (Kantorin) begleiten den Fernsehgottesdienst musikalisch. In Gebärdensprache übersetzt Agnes Zwyssig (Gebärdensprachdolmetscherin).

Kirche kommt an – 50+1 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten die Aktivitäten wie mit den Fernsehgottesdiensten gemeinsam umgestaltet werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben entschieden, das Jubiläum im 2021 um ein weiteres Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern.

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Menschen mit einer Behinderung haben die gleichen Fragen ans Leben wie solche ohne. Die Mitarbeitenden der Behindertenseelsorge hören ihnen zu und suchen mit ihnen nach Antworten. Im zweiten Film der Reihe «Kirche kommt an» geben beide Seiten Einblick in ihren Alltag.

Es kann sein, dass jemand Behindertenseelsorger Bruno Hübscher fragt: «Welchen Sinn hat es, dass ich im Rollstuhl sitze?» Hübscher kennt die Antwort nicht. Aber er spürt, dass allein sein Zuhören gut tut. Mit ihm ist da jemand, der Zeit hat, der vielleicht eine Kerze anzündet, ein Gebet spricht. «In solchen Gesprächen kann ich meine Sorgen abladen. Danach geht es mir jeweils besser», sagt eine Bewohnerin der Wohngemeinschaft Fluematt in Dagmersellen. Einer anderen, Bernadette Baumli, geht es genau so: «Es tut gut, jemanden von aussen zu haben, mit dem man reden kann», sagt die 44-jährige. Baumli lebt seit gut drei Jahren in der Fluematt und spielt eine Hauptrolle im zweiten Kurzfilm, den die Landeskirchen im Rahmen ihres 50-Jahre-Jubiläums unter dem Titel «Kirche kommt an» drehen. Der erste entstand vor einem Jahr zur kirchlichen Gassenarbeit in Luzern, danach sorgte Corona für eine Drehpause.

«Miteinander Teilen, was das Leben ausmacht»

Der neue Film gibt anhand von Besuchen in der Fluematt und in der Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL in Rathausen Einblick in einen der vielen Bereiche der Behindertenseelsorge. «Wir sind mit Menschen mit einer Behinderung spirituell unterwegs und gehen dorthin, wo ihr Leben stattfindet», sagt Yvonne Rihm. Die heilpädagogische Katechetin ist unter anderem oft in der Fluematt anzutreffen. Bruno Hübscher wiederum besucht allein etwa fünf Mal monatlich Einrichtungen der SSBL, teilt mit Bewohnerinnen und Bewohnern den Alltag, indem er sich zum Beispiel zu ihnen an den Tisch setzt. «Manche haben kaum jemanden, der sie besucht», stellt Hübscher fest, «und viele Bewohnerinnen und Bewohner erzählen uns gerne aus ihrem Leben». Für Rihm hat jeder Mensch «einen gesunden und heiligen Kern», wie sie es ausdrückt. Mit dieser spirituellen Grundhaltung «teilen wir miteinander, was das Leben lebenswert, aber auch, was es schwierig macht», sagt sie.

«Eindrückliche Erlebnisse» werden möglich

Glaubens- und Sinnfragen sprächen viele Bewohnerinnen und Bewohner von sich aus an, stellt Hübscher fest. Fragen zu Sterben und Tod vor allem, nach dem Woher und Wohin. Der Behindertenseelsorger gestaltet oft Abschiedsfeiern und Beerdigungen. Dabei ist er auch für das Personal da.

Dieses schätzt das Angebot: «Die Behindertenseelsorge hilft uns zum Beispiel, kirchliche Feiertage zu gestalten und ermöglicht so eindrückliche Erlebnisse», sagt René Petrak. Er leitet die Wohngruppe, in der Hans Georg Schwytzer, Rosmarie Bätscher und Reto Kronenberg leben, die im zweiten «Kirche kommt an»-Film mitmachen. «Die Bewohnerinnen und Bewohner schätzen die Behindertenseelsorge sehr», stellt Petrak fest. Die Möglichkeit, religiöse Themen zu besprechen oder sich einfach auszutauschen, sei gefragt. Wichtig sei zudem, dass die Frauen und Männer die Veranstaltungen selbst mit vorbereiten und gestalten könnten.

Sakramente Feiern und Bräuche pflegen

Die Behindertenseelsorge gibt es seit 47 Jahren. Sie ist zwar ein Angebot der katholischen Kirche, arbeitet aber ökumenisch. Die Präsenz in den Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung ist nur ein Teil der Aufgaben, und es geht dort auch nicht «nur» ums Zuhören. Die Behindertenseelsorge gestaltet zudem Erstkommunionfeiern und Firmungen, die Feiern und Bräuche im Kirchenjahr sind wichtig, es gibt Wochenenden und Ferienlager. Zum Team gehören neben Bruno Hübscher und Yvonne Rihm auch Heidi Bühlmann, Marlis Rinert und Pater Christian Lorenz, der sich vor allem um Hörbehinderte kümmert.

Dominik Thali

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Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern haben erstmals einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst angeboten: Tele1 strahlte diesen am 25. Dezember 2020 aus – auch in Gebärdensprache für schwerhörige und gehörlose Menschen. Insgesamt haben knapp 20’000 Zuschauende diesen Gottesdienst mitverfolgt.

Medienmitteilung vom 12. Januar 2021

In den Pfarreien und Kirchgemeinden konnten Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen nur noch mit bis zu 50 Personen stattfinden. Die drei Landeskirchen hatten bereits im Herbst entschieden, mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen zu schaffen, welche nicht vor Ort teilnehmen konnten oder wollten. Dies war ein grosses Bedürfnis, wie die Zahl der Zuschauenden zeigt: Insgesamt haben knapp 20’000 den Fernsehgottesdienst zwischen 10.00 und 10.30 Uhr auf Tele1 mitverfolgt. Zudem wurde dieser erstmals gleichzeitig für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache übersetzt, was zu vielen positiven Rückmeldungen geführt hat. Den Landeskirchen ist Inklusion wichtig – auch bei einem Fernsehgottesdienst.

Kirche kommt an – 50+1 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Im Jubiläumsjahr 2020 des 50-jährigen Bestehens hatten die Luzerner Landeskirchen in ökumenischer Verbundenheit unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe geplant. Aufgrund der Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie mussten Aktivitäten abgesagt, verschoben und wie mit den Fernsehgottesdiensten oder gemeinsamen Spendenaktionen neu geplant werden. Die katholische und die reformierte Kirche haben deshalb entschieden, das Jubiläum im 2021 um ein weiteres Jahr unter dem Motto «50+1» zu verlängern.

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Corona hat zentrale Bereiche der Gesellschaft, des Kulturlebens, der Politik, der Wirtschaft und der Kirchen hart getroffen. In der Schweiz sind schon über 6‘000 Menschen an und mit der Pandemie verstorben. Ihrer und ihrer Angehörigen gedenken die drei Landeskirchen des Kantons Luzern. Jetzt braucht es das Licht der Hoffnung.

Medienmitteilung vom 23. Dezember 2020

Viele Menschen trauern um verstorbene liebe Angehörige oder Freunde, sind selbst erkrankt oder sorgen sich um an Covid-Erkrankte. Neben der Gesundheit prägen existenzielle Sorgen, Ängste, Einsamkeit und Erschöpfung gegenwärtig die Weihnachtszeit. In diesen schwierigen und dunklen Tagen gedenken die katholische, die reformiere und die christkatholische Landeskirche der mittlerweile über 6‘000 in der Schweiz Verstorbenen. «Mit ihnen wollen wir uns verbinden, an sie wollen wir uns erinnern. Ihren Angehörigen lassen wir unsere aufrichtige Anteilnahme zukommen. Sie und ihr Leid sind nicht vergessen», sagt Renata Asal-Steger, römisch-katholische Synodalratspräsidentin.

Dank für Solidarität

«Danken möchten wir all den Menschen, die in dieser Zeit der Krise Solidarität gelebt haben mit Erkrankten, mit Trauernden und mit allen Leidtragenden dieser Pandemie: Wir danken den Mitarbeitenden in Spitälern, Alterszentren, Spitex-Organisationen, Betreuungsdiensten für ihren enormen Einsatz. Wir danken den Menschen in den Kirchgemeinden und Pfarreien, welche sich seelsorgerlich und solidarisch – gelebte Nähe trotz Distanz – engagiert und die auch unter Einschränkungen sichergestellt haben, dass Kirche trotzdem stattfindet», so Dr. Lilian Bachmann, evangelisch-reformierte Synodalratspräsidentin. «Und nicht zuletzt danken wir den Behörden, Freiwilligen und jeder einzelnen Person, die sich solidarisch dafür eingesetzt hat, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und dessen Auswirkungen aufzufangen», schliesst Esther Albert, Präsidentin christkatholische Kirchgemeinde Luzern, ab.

Licht der Hoffnung

Das Licht der Hoffnung, das in diesem besonders dunklen Jahr heller denn je strahlt, möge allen einsamen, erkrankten, sorgenden, trauernden und verunsicherten Menschen die Kraft, den Trost und auch die Zuversicht geben, die alle brauchen. Am Freitag, 25. Dezember 2020, um 10 Uhr zünden die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Weihnachts-Fernsehgottesdienst auf Tele1 gemeinsam Kerzen an und bringen Licht in die dunkle Zeit. In diesem Sinn wünschen die Landeskirchen zu Weihnachten Gottes Licht der Hoffnung und seinen Segen.

Begleitet von Brief an die Weihnachtsgemeinde

Die Landeskirchen richten sich mit ihrem Gedenken und ihrem Dank in der Form eines offenen Briefs an die gesamte Weihnachtsgemeinde . Das Bild steht symbolisch für die Worte des Prophets Jesaja, welcher die Geburt des Messias angekündigt hat, als neue Hoffnung für ein unterdrücktes Volk:

«Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
Über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.»

Jesaja 9,1

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Die 1×1-Kirche in Dagmersellen: wo Kinder dem Glauben während des Gottesdienstes näherkommen. Mit einfachen Worten, einprägsamen Bildern, Lachen und viel Farbe.

«Wie viele Kleber hast du schon auf deinem 1×1-Kirchenpass?», fragt ein Junge seinen Kameraden vor Beginn des Sonntagsgottesdienstes. Stolz vergleichen die Beiden ihre bunt angemalten Pässe, die sie an einem grünen Band um den Hals tragen. Für jeden besuchten 1×1-Kirchengottesdienst gibt es einen neuen Kleber – insgesamt acht davon im Verlauf von zwei Jahren.

Heute steht Thema Nummer drei auf dem Programm: Beten. «Das ist Reden mit Gott wie mit den Eltern oder einer guten Freundin», erklärt Theologin Katharina Jost. Sie hat gemeinsam mit vier Frauen aus dem Pastoralraum Hürntal die 1×1-Kirche ins Leben gerufen. Ziel: «Wir möchten Kindern bereits vor der Erstkommunion ein einfaches Verständnis für kirchliche Konzepte wie das Kreuzzeichen, das Brotteilen oder die verschiedenen Rollen im Gottesdienst geben.»

Die Versuchung mit den Chips

Anders als bei einer üblichen Sonntagsfeier nehmen die Kinder der 1×1-Kirche mit ihren Eltern am gewöhnlichen Sonntagsgottesdienst teil, dürfen jedoch zwischendurch und insbesondere während der Predigt bei einem Spezialprogramm mitwirken. Heute geht es raus an die frische Luft, wo die rund 40 Kinder dem wohl berühmtesten Gebet des Christentums auf den Grund gehen: dem Vaterunser. Auf einem blauen Tuch sind verschiedene Gegenstände ausgebreitet, wobei jeder für einen besonders kniffligen Begriff im Vaterunser steht. Zum Beispiel liegen da eine Tüte Chips und Schokolade. «Was könnte damit gemeint sein?», fragt Katharina Jost die Kinder. Sofort schiessen Hände in die Luft; die Antworten sind kreativ. «Versuchung?», errät schliesslich ein Junge. «Sehr gut! Bestimmt kennt ihr das Gefühl, wenn ihr eine Handvoll Chips genommen habt und einfach nicht aufhören könnt, obwohl ihr wisst, dass es besser wäre – mir passiert das andauernd», sagt Katharina Jost und erntet verständnisvolles Nicken.

Ein Anlass für Jung und Alt

Pünktlich zur Kommunion sind die Kinder wieder in der Kirche – bereit fürs Vaterunser, das sie mit eingeübten Gesten stolz vor dem Altar vortragen. Die Verflechtung von kinderfreundlichen Elementen in den gewöhnlichen Gottesdienst ist Teil des Erfolgsrezepts der 1×1-Kirche: «Das Miteinander von Jung und Alt ist sehr schön; für die ganze Familie ist etwas dabei», sagt etwa Roman Laimbacher, der den Gottesdienst mit seinen beiden Kindern besucht. Katharina Jost berichtet von anderen Pfarreien, die sich bereits mit Interesse fürs Projekt bei ihr gemeldet haben. «Die 1×1-Kirche kommt an – das freut uns», sagt die Theologin.

Und was meinen die Kinder? «Ich habe hier viel gelernt: Wenn ich nun andere Gottesdienste besuche, verstehe ich viel mehr als vorher», sagt Lina Bünter, die sich heute den dritten Kleber für ihren 1×1-Kirchenpass verdient hat. Ob sie bei der nächsten 1×1-Kirche wieder dabei sei? Lina zögert nicht mit ihrer Antwort: «Na klar – mein Pass soll schliesslich voll werden!»

Anna Graf

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Vor Ort sind Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen unter Einhaltung der Corona-Schutzmassnahmen weiterhin möglich. Die katholische, die reformierte und die christkatholische Landeskirche im Kanton Luzern bieten ergänzend dazu einen ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst an. Er wird am 25. Dezember um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt und für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache übersetzt.

Medienmitteilung vom 15. Dezember 2020

Der Bundesrat und der Kanton Luzern haben vergangene Woche verstärkte Massnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus getroffen. Weihnachten findet aufgrund der Einschränkungen in einem anderen Rahmen als bisher statt. In den Pfarreien und Kirchgemeinden können Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen weiterhin stattfinden. Die drei Landeskirchen im Kanton Luzern bieten mit dem ökumenischen Weihnachts-Fernsehgottesdienst einen ergänzenden digitalen Zugang für sehr viele Menschen, die aufgrund der aktuell geltenden Vorschriften nicht alle vor Ort teilnehmen können oder wollen, um die Geburt Jesu zu feiern. Erstmals wird der Fernsehgottesdienst auch für schwerhörige und gehörlose Menschen in Gebärdensprache ausgestrahlt. Den Landeskirchen ist der christliche Wert der gesellschaftlichen Inklusion und der Solidarität auch beim Fernsehgottesdienst ein zentrales Anliegen.

Telefongespräche im Anschluss

Der Weihnachtsgottesdienst wird am Freitag, 25. Dezember, um 10 Uhr auf Tele1 ausgestrahlt. Es wirken mit: Gudrun Dötsch (Pfarreileiterin Katholische Kirche St. Maria zu Franziskanern Stadt Luzern), Ursina Parr (Pfarrerin Reformierte Kirche Meggen-Adligenswil-Udligenswil) und Marlies Dellagiacoma (Pfarrerin Christkatholische Kirchgemeinde). Engelbert Glaser (Komponist und Organist) und Irene Spengler (Sopranistin) begleiten den Fernsehgottesdienst in der christkatholischen Christuskirche musikalisch. In Gebärdensprache übersetzt Dolmetscherin Agnes Zwyssig. Anschliessend an den Fernsehgottesdienst besteht zudem die Möglichkeit, von 10.30 bis 11.30 Uhr unter Telefon 041 417 28 80 mit Gudrun Dötsch, Ursina Parr oder Marlies Dellagiacoma ein Gespräch zu führen.

Kirche kommt an – 50 Jahre Landeskirchen im Kanton Luzern

Die Luzerner Landeskirchen feiern 2020 ihr 50-jähriges Bestehen. In ökumenischer Verbundenheit planten die Kirchen unter dem Motto «Kirche kommt an» verschiedene Anlässe. Aufgrund der Massnahmen gegen das Coronavirus mussten Aktivitäten abgesagt, verschoben und wie mit den Fernsehgottesdiensten oder gemeinsamen Spendenaktionen neu geplant werden. Kirche ist präsent und geht mit unterschiedlichen Angeboten auf die Bedürfnisse der Menschen ein: So aktuell mit gemeinsamen christlichen Weihnachtsfeiern und insbesondere in der Seelsorge nimmt sie Anteil an den Ängsten, Sorgen sowie Hoffnungen.

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Der Samichlaus ist dieses Jahr im Dilemma: Hausbesuche gefährden die Gesundheit, Absagen enttäuschen die Kinder. Samichlaus-Vereine reagieren darauf mit viel Kreativität, wie einige Nachfragen zeigen.

«Wie viele andere, wird auch der Samichlaus dieses Jahr im Home-Office tätig sein.» Mit diesen Worten richtet sich die Samichlaus-Gruppe Inwil auf der Website an Familien – und lädt diese erstmals zu sich in ein spezielles Häuschen im Wald ein. «Das Häuschen wird für diesen Anlass durch die Mitglieder gebaut. Es ist vorne offen, so kann auch der Abstand eingehalten», erklärt Vereinspräsidentin Anita Bucher. «Da der Platz bei der Bevölkerung bekannt ist, wird der Samichlaus erzählen, dass er nicht hier wohnt.»
Nicht im Wald, aber in der Kirche können Familien aus Kriens den Samichlaus treffen. «Kriens hat drei Kirchen, in die wir je 50 Personen einladen können», sagt Stefan Huber im Namen des Samichlaus der Krienser Pfarreien. Je nach Anzahl Anmeldungen würden drei bis vier solcher Treffen stattfinden. Gleiches gilt für den Samichlaus von Eschenbach, der «aufgrund seines hohen Alters zur Risikogruppe zählt und als gutes Beispiel voran gehen möchte», heisst es auf der Website des Vereins.

Hausbesuch virtuell

Sehr modern zeigt sich der Samichlaus in Römerswil: Hier kommt er virtuell in den Familien vorbei, und zwar per Video-Anruf via Whatsapp. «Uns ist es wichtig, dass die Kinder den Samichlaus sehen können», erklärt Thomas Stocker, Aktuar der Chlausgroppe Römerswil. Familien würden sich mit dem üblichen Formular anmelden, Lob und allfälligen Tadel festhalten sowie eine Whatsapp-Handynummer angeben.

Chlaussack inbegriffen

«Zum abgemachten Zeitpunkt ruft der Samichlaus auf diese Nummer an», so Stocker. Natürlich sei ein Smartphone-Bildschirm relativ klein, «aber es soll nicht zu kompliziert sein». Whatsapp sei derzeit wohl das am meisten genutzte Kommunikationsmittel. Was aber wäre ein Samichlaus-Besuch ohne Nüssli, Mandarindli und Schokolade? Auch dafür hat sich der Samichlaus von Römerswil etwas einfallen lassen. Dank ausgeklügelter Logistik und der Unterstützung von zwei Gehilfen wird der Chlaus dafür sorgen, dass die Kinder auch auf den traditionellen Chlaus-Sack nicht verzichten müssen…

Brauch passt derzeit nicht

Ein solch virtueller Besuch kommt in Hochdorf nicht in Frage: «Der Brauch soll so leben, wie er ist. Er passt im Moment nicht in die Corona-Zeit», sagt Beat Moscatelli, Präsident des Samichlaus-Vereins Hochdorf. Für sie habe die Gesundheit oberste Priorität. «Wir wollen unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft wahrnehmen und nichts Negatives verbreiten», so Moscatelli. Aus diesem Grund wird auf Hausbesuche verzichtet. Den Kindern würden aber Geschichten und Ausmalvorlagen zugeschickt.

Nicht auf Hausbesuche verzichten wollen die Samichläuse der Gallizunft Kriens und der Götschizunft Hildisrieden. Hier gelten Schutzkonzepte, Händedesinfektion und Abstandsregeln. Falls die Corona-Massnahmen noch strenger werden, sei die Abgabe von Chlaussäckli zum Beispiel im Milchkasten denkbar, teilt Marco Schertenleib von der Gallizunft mit. Denn wichtig sei, «dass die Kinder ihr Chlaussäckli bekommen!»

Sylvia Stam

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Vor 50 Jahren wurden die katholische und reformierte Landeskirche gegründet. Was das gebracht hat? Aufgaben, die alle betreffen, werden seither kantonal erfüllt. Und der Staat hat in den Kirchen Ansprechpartner erhalten, die mit ihm gesellschaftliche Verantwortung teilen.

Seelsorge für Menschen mit einer Behinderung, der Finanzausgleich unter den Kirchgemeinden, Aus- und Weiterbildung von Katechetinnen und Katecheten, Notfallseelsorge oder die eigenen Parlamente: Die Liste dessen, was die Gründung der Landeskirchen vor 50 Jahren möglich machte, ist noch viel länger. Für Markus Ries, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Luzern, ist die Aufgabenteilung herausragend: «Die Landeskirchen ermöglichen, dass die kantonale Ebene professionell ausführt, was auch dorthin gehört. Regionale Zweckverbände wären ja nicht sinnvoll.»

Präsenz markieren in der Gesellschaft

Der reformierte Synodalrat und Historiker Florian Fischer weist auf die zweite grosse Errungenschaft hin, den «Ausbau der demokratischen Mitbestimmung». Einerseits brachten diesen die Synoden, die beiden Kirchenparlamente, selbst mit, anderseits war das Stimm- und Wahlrecht für Frauen bereits für die damaligen Verfassungsräte selbstverständlich, die damit den Weg für das Frauenstimmrecht im Kanton Luzern ebneten. Auch Ausländerinnen und Ausländer sind bei beiden Kirchen stimmberechtigt, auf katholischer Seite seit 1994. Der 2016 verstorbene Alois Häfliger (Willisau), Präsident der katholischen Synode 1990/91, fasste die Bedeutung der Landeskirchen in seinem «Geschichtlichen Überblick» zum 25-Jahre-Jubiläum 1995 in einem Satz zusammen: «Kantonal- und Landeskirchen erweitern und festigen die Selbständigkeit der Konfessionen und stärken die Präsenz der Kirchen in der Gesellschaft.»

Wo die Mitsprache Grenzen hat

Während auf reformierter Seite die Landeskirche innerkirchliche Belange selbständig regeln kann, ist dies bei den Katholiken Aufgabe Roms und des Bistums. Dieses duale System führt vor allem dann zum Konflikt, wenn sich staatskirchenrechtliche Vertreterinnen und Vertreter zu kirchenpolitischen Fragen äussern. Die «Luzerner Erklärung» der Synode von 2003 und das «Luzerner Manifest» von 2006 sind Beispiele dafür. «Da stossen Beteiligung und Mitbestimmung an Grenzen», räumt Markus Ries ein. Die demokratisch gewählten Räte sind für ihn gleichwohl auch kirchenpolitisch wichtig: «Sie können sicherstellen, dass der Dialog im Gang bleibt und Rechenschaft eingefordert wird.» Und «natürlich auch», indem sie Gleichberechtigung und Mitsprache vorlebten.


Eine andere Errungenschaft ist für beide Landeskirchen wichtig: Mit deren Gründung hat der Staat Ansprechpartner erhalten, die für den ganzen Kanton stehen. Er teilt sich mit ihnen sogar Aufgaben, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt wichtig sind. Die Gassenarbeit in Luzern oder die Ehe-, Lebens- und Schwangerschaftsberatung sind Beispiele dafür. Die Landeskirchen wiederum – zu diesen zählt auch die kleine Christkatholische Kirchgemeinde – pflegen eine intensive ökumenische Zusammenarbeit.

Dominik Thali

Kirchengeschichtler Markus Ries vor dem heutigen Gemeindehaus von Ettiswil, wo die Landeskirche bis 1996 ihren Sitz hatte. | © 2020 Dominik Thali
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In vier Schritten zu den Landeskirchen

Die katholische wie die reformierte Landeskirche im Kanton Luzern nahmen vor 50 Jahren ihre Tätigkeit auf. Vier Schritte führten dazu. 1958 hiess das Luzerner Stimmvolk eine Verfassungsrevision gut, die es den Stimmberechtigen einer Konfession erlaubte, eine eigene Kirchenverfassung zu erarbeiten. 1964 verabschiedete der Grosse Rat (heute Kantonsrat) das Ausführungsgesetz dazu. 1966 nahmen beide Konfessionen Volksinitiativen zur Bildung einer Landeskirche an, worauf die Regierung die Wahl von Verfassungsräten anordnete. 1969 wurden die Verfassungen an der Urne genehmigt. Am 22. Januar 1970 trat die reformierte Synode erstmals zusammen, am 13. März 1970 die katholische.

 

Im Heilpädagogischen Zentrum Hohenrain feierten am vergangenen Freitag (23. Oktober 2020) vier Jugendliche ihre Firmung. Im Gottesdienst erhielten die jungen Frauen Rückenwind für ihr Leben.

Trotz erschwerender Corona-Massnahmen erlebten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher eine frohe und lebendige Feier. Mit Gedanken zur Kraft des Windes, der in die Segel der selbstgestalteten Segelboote bläst, eigenen Fürbitten und Altardienst beteiligten sich die Firmlinge aktiv an der Gestaltung. Unter der musikalischen Leitung von Martin Soom überraschten Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrpersonen die Feiernden mit berührenden und schön vorgetragenen Liedern. Behindertenseelsorger Bruno Hübscher brachte den Teilnehmenden das Pfingstgeschehen mit klaren Worten näher. Die Kraft des Heiligen Geistes, als Rückenwind für den richtigen Kurs, wurde den Jugendlichen vom Firmspender Roland Häfliger, Domherr und Pfarrer des Pastoralraums Baldeggersee, in seiner Predigt erklärt. Eindrücklich war der Moment, als er den vier jungen Frauen Simona Ellenberger, Stefanie Hunkeler, Alexia Mangione und Annenicole Ryan das Firmsakrament spendete.

Das gemeinsame Zusammenwirken für das Gelingen des Firmgottesdienstes – dazu gehörte auch Katechetin Bernadette Walthert – war ein wunderbares Erlebnis. Im Anschluss an die Feier genossen die Firmlinge ihren grossen Tag weiter im Kreise ihrer Familien und Gäste.

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